70 jähriges Vereinsjubiläum im Jahre 1976

Gemischter Chor beim 70 jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1976

Ein kleines Lied
wie geht's nur an,
  dass man so lieb es haben kann ?
   Was liegt darin?
    Erzähle!
     Es liest darin ein wenig Klang-
      ein wenig Wohllaut und Gesang
       und eine ganze Seele.


Marie von Eber-Eschenbach

Das 70 jährige Bestehen feierte man im Rahmen des Waldfestes vom 30. April bis 3. Mai 1976. Am 20. Januar 1977 wählte man in der Generalversammlung Helmut Bueb zum 1. Vorsitzenden. Für seine langjährige Tätigkeit in der Vereinsführung dankte der Verein in der Winterfeier am 7. Januar 1978 Herbert Warth mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Durch seine langjährige Mitarbeit in der Vereinsführung seit 1946 u. a. 15 Jahre als 1.Vorsitzender, hat Herbert Warth die Vereinsgeschichte geprägt. Als damaliger 1.Vorsitzender hatte Herbert Warth großen Anteil, an der Realisierung der Gründung unseres Frauenchores im Jahre 1973. Jahrzehntelang bereitete er als erfolgreicher Schauspieler und heiter unserer Theatergruppe seinem Publikum viel Freude und vergnügliche Stunden. Auch heute noch zählt unser Ehrenvorsitzender zu den aktiven Sängern. Als Vorbild und mit manch gutem Rat steht Herbert Warth seinem Bruderbund zur Seite. 1980 gab Chorleiter Gerhard Ullrich sein Amt auf und Chordirektor Bernhard Riffel wurde als neuer Dirigent verpflichtet.

Das
Jahr 1981 stand zweifelsohne ganz im Zeichen des 75 jährigen Jubiläums. Den Auftakt zu den Jubiläumsveranstaltungen bildete der Festgottesdienst am 14. Juni in der katholischen Pfarrkirche. Mit der "Deutschen Messe" von Franz Schubert umrahmte der Jubelverein unter der Leitung von Chordirektor Bernhard Riffel den Gottesdienst: Bei den verschiedenen Veranstaltungen an den Festtagen vom 18. Juni bis zum 22. Juni beteiligten sich mehr als 60 Vereine und über 2.300 Sänger und Sängerinnen. Auf dem Gelände der heutigen Mehrzweckhalle hatte der Verein eine großes Festzelt aufgebaut. Die Jubiläumsfeierlichkeiten standen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Adolf Bierfinger. Festpräsident war Hugo Modery. Das Festbankett am 18. Juni wurde um 20. 00 Uhr durch den feierlichen Einzug der Ehrendame Karin Knoch und ihren Begleiterinnen Karin Schneider und Viola Langner eröffnet. Unser ehemaliger Dirigent Prof. Dr. Karl-Heinz Kubeczka hielt die Festrede und die Sänger Leo Lauber, Konrad Becker sowie Heinz Mangold wurden vom Badischen Sängerbund geehrt. Am Abend des 19. Und 20. Juni führte man jeweils ein Freundschaftssingen und am 21. Juni ein Prädikat-, Punktwertungs- und Volksliedersingen durch. Den Abschluß der Festtage bildete am Montag den 22. Juni der Grombachabend mit einem Gesang- und Holzsägewettbewerb der Ortsvereine.
Im Januar 1982 gab Chordirektor Bernhard Riffel seine Tätigkeit beim G.V Bruderbund auf. Zu seinem Nachfolger verpflichtete man den jungen Dirigenten Alfred Jungmann, der am 13. März seine 1. Singstunde abhielt.

10 Jahre Frauenchor

Der Frauenchor feierte am 17. und 18. September in der neuen Mehrzweckhalle sein 10 jähriges Bestehen. Das Motto dieser Veranstaltung lautete "Mit schönen Stimmen, zu schönen Stimmen führen". Dieses Motto wurde von 16 befreundeten Vereinen und vom Jubelverein vollends erfüllt. Dirigent Alfred Jungmann, der bei der Chorbegleitung von seiner Ehefrau am Klavier unterstützt wurde, verstand es geradezu meisterhaft, sowohl den Frauen- als auch den Männerchor mit beliebten und sicher vorgetragenen Liedbeiträgen auf die Bühne zu bringen. Die stimmliche Qualifikation der Sänger und Sängerinnen bewies nicht zuletzt Bito Berluti, der als Solist die Lieder des gemischten Chores ergänzte.

Am 9. März 1984 war die Beerdigung unseres langjährigen verdienten 1. und 2. Vorsitzenden Otto Doll. Als "Mann des Ausgleichs" war Otto Doll innerhalb der Sängerfamilie eine hoch geachtete Persönlichkeit. Höhepunkt im Jahr 1985 war der Vereinsausflug vom 26. bis 29. September nach Bischofsmais im bayerischen Wald. Man besichtigte auf einer Bayernwald-Rundfahrt u.a. die tschechische Grenze, sowie eine Glasbläserei und am nächsten Tag Passau. Für viele Teilnehmer war dieser Ausflug ein unvergeßliches Erlebnis, an das sie sich noch heute gerne erinnern. Im gleichen Jahr erkannte die Vereinsführung, angeregt durch die Initiative des damaligen Jugendvertreters Stefan Materna die Notwendigkeit einen Jugendchor zu gründen. Mit der damaligen Schriftführerin Karin Knoch begann er sofort mit der Werbung von Jugendlichen. Als Dirigent konnte Bito Berluti gewonnen werden, der auf eine ausgezeichnete; musikalische Ausbildung zurückgreifen konnte.

Die Feierlichkeiten zum
80 jährigen Bestehen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Bernd Doll wurde am 15. März 1986 mit einem Ehrenabend und am 16. März 1986 mit einem 3-ständigen großen Jubiläumskonzert in der Mehrzweckhalle begangen. Der gemischte Chor des Jubelvereins mit den Solisten Bito Berluti und Martin Zipperle wurde vom Akkordeonorchester des HCU begleitet. Zu einem der vielen Höhepunkte an diesem Abend zählte der Auftritt von drei jungen italienischen Nachwuchskünstler/innen. Die Pianistinnen Anna Maria Moresi und Carlotta Benelli, sowie Marcello Moresi mit seiner Quernöte bewiesen eindrucksvoll ihr perfektes, virtuoses Spiel. Danach sang, begleitet von Tullio Giacconi am Flügel, Giuseppe Moresi (Bariton) von der Mailänder Scala zwei Arien. Das Publikum zollte den Künstlerinnen aus Italien begeisterten Beifall, denn solche meisterliche Darbietungen hatte man nicht alle Tage in Untergrombach gesehen. Dieser Auftritt kam dank der guten Verbindung zu unserem damaligen Vizedirigenten Bito Berluti zustande. Als letzter Höhepunkt dieses großartigen Konzertes war die Aufführung der "Hymne an Deutschland" von Adolf Gölz: Der anwesende Komponist fand anerkennende Wort für unseren Chor, Alfred Jungmann und dem Akkordeonorchester des HCU. Am 29. Mai 1988 beteiligte sich der gemischte Chor am Chorsingen "Singendes, klingendes Land" in der Schwarzwaldhalle Karlsruhe.

Vom 8. April bis 9. April
1989 fand in der Mehrzweckhalle ein Wertungssingen der Sängergruppe Pfinz statt. Im gleichen Jahr, am 23. Juni bis 28. Juni feierte Untergrobach sein 1200 jähriges Bestehen. Auf dem Gelände vor der Joss-Fritz-Schule war ein Zeltdorf mit Kulissen des "alten Untergrombach" von den teilnehmenden Ortsvereinen aufgebaut. Unser Festzelt war mit der Kulisse unseres ehemaligen Sängerlokal "Zum Engel" versehen. Das Zeltdorf fand große Anerkennung der Gäste, so dass die ARGE-Untergrombach später beschloss, ein "Joß-Fritz-Fest" im 2-Jahres-Rhythmus durchzuführen.

Aus beruflichen Gründen legte der 1. Vorsitzende Helmut Bueb in der Generalversammlung am
9. Februar 1990 die Vereinsleitung nieder. Die zwölfjährige Amtszeit Helmut Buebs waren geprägt von seinem Organisationstalent und Ideenreichtum, das in den stattgefundenen Jubiläumsveranstaltungen des Vereins besonders zum Tragen kam. Nach langen Diskussionen um die Nachfolge von Helmut Bueb erklärte sich Konrad Becker bereit, dessen Amt zu übernehmen.

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